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Gliederung der Informatik Fakultät für Mathematik
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Den Wald vor lauter Baeumen sehen, und umgekehrt: Den Wald vor lauter Baeumen sehen, und umgekehrt: Muster-orientiertes oekologisches Modellieren


12.02.2009

Donnerstag, 12.02.2009, 11.00 h c.t., Hörsaal F01, Büsgenweg 1 ()
Vortrag: PD Dr. Volker Grimm, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) Leipzig
Wenn ökologische Modelle zu stark vereinfachen, erfassen sie meist nur einen Teil der Schlüsselprozesse, die ein Ökosystem prägen. Sind sie
aber zu komplex, ist der Aufwand für Parametrisierung und Analyse oft sehr gross, der Verständnisgewinn aber gering. Wie schafft man es,
die Komplexität ökologischer Modelle zu optimieren? Muster-orientiertes Modellieren (pattern-oriented modelling, POM) ist eine generelle Strategie
hierfür: mehrere Muster, die auf verschiedenen Skalen und Betrachtungsebenen beobachtet wurden, helfen bei der Wahl der Zustandsvariablen des Modells, bei der Auswahl geeigneter Submodelle für bestimmte Prozesse und bei der inversen Bestimmung unbekannter Parameter. POM spiegelt die Einsicht wieder, dass Muster auf der Ebene individueller Organismen (z.B. Bäume) und auf Systemebene (z.B. Wälder) einander gegenseitig bedingen. Ich werde die Idee von POM vorstellen und an einigen Beispielen vorführen, vor allem am Buchenurwald-Modell BEFORE. Abschliessend werde ich diskutieren, wie ich mir die Weiterentwicklung und Anwendung von POM vorstelle.